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Herkunft unserer Nüsse
Woher unsere Walnüsse kommen – und warum regionale Nüsse besser sind.
Rund um unsere Walnüsse – Herkunft & Qualität
Warum sind regionale Walnüsse besser als Importware aus Kalifornien, China oder Chile?
Regionale Walnüsse punkten durch ihre hervorragende Ökobilanz. Importnüsse aus Übersee legen oft tausende Kilometer per Schiff oder LKW zurück, was enorme CO2-Emissionen verursacht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Behandlung: Damit die Schalen der Importware im Supermarkt hell und perfekt aussehen, werden sie oft mit Chlor oder Schwefel gebleicht. Regionale Nüsse sind meist völlig naturbelassen, schmecken frischer und unterstützen die heimische Landwirtschaft. Entdecken Sie unsere Vielfalt an regionalen Walnusssorten.
Bio steht bei uns für Anbau und Verarbeitung nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus: ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne Bleichverfahren, dafür naturbelassen. Unsere entsprechenden Nachweise finden Sie auf der Seite „Bio-Zertifikate".
Geerntet wird bei uns im September und Oktober. Kurz nach der Ernte gibt es die frischen, noch feuchten Kerne – mild, saftig und besonders aromatisch, allerdings nur für kurze Zeit. Nach dem schonenden Trocknen sind unsere Walnüsse dann das ganze Jahr über haltbar erhältlich.
Woran erkennt man gute Nüsse?
Verlassen Sie sich auf Ihre Sinne: Eine gute Nuss sollte schwer in der Hand liegen und beim Öffnen einen hellen, knackigen Kern zeigen. Wichtiger Hinweis zum Klappern: Bei manchen Sorten oder nach der Trocknung zieht sich der Kern leicht zusammen und löst sich von der Schalenwand. Solange der Kern beim Öffnen fest und aromatisch ist, ist das Klappern lediglich ein Merkmal dafür, dass der Kern nicht mit der Schale verwachsen ist und sich beim Knacken leicht von der Schale löst.
Die Farbe des Kerns kann je nach Sorte, Reifegrad und Erntezeitpunkt variieren – von hell bis bernsteinfarben. Auch längere Lagerung oder Wärme lassen Kerne nachdunkeln. Ein etwas dunklerer Kern ist nicht automatisch schlechter; entscheidend sind Geruch und Geschmack. Muffig oder ranzig riechende Kerne gehören dagegen nicht auf den Teller.
Kaufen, lagern & haltbar machen
Wie lagert man Walnüsse am besten?
Ganze Nüsse in der Schale brauchen einen luftigen, dunklen und kühlen Ort – ein Netz im Keller ist ideal. So halten sie sich bis zu einem Jahr. Geknackte Kerne hingegen sollten in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie durch den hohen Fettgehalt an der Luft schnell oxidieren. Für längere Frische bieten wir Ihnen frisch geknackte Walnusskerne direkt aus unserer Meisterei an.
Ja, und das sehr gut. Luftdicht verpackt lassen sich Walnusskerne problemlos mehrere Monate bis zu einem Jahr einfrieren. Die Kälte bremst das Ranzigwerden der Fette, und die Kerne bleiben aromatisch. Vor der Verwendung einfach kurz antauen lassen – aufwärmen müssen Sie sie nicht.
Walnüsse haben einen hohen Anteil ungesättigter Fette. Kommen geknackte Kerne über längere Zeit mit Luft, Licht und Wärme in Kontakt, oxidieren diese Fette – die Nuss schmeckt dann muffig oder bitter. Deshalb Kerne immer kühl, dunkel und luftdicht lagern und nicht zu lange offen aufbewahren.
Eine Handvoll – etwa 30 g bzw. rund 7 ganze Walnüsse – gilt als gute Tagesmenge. So genießen Sie die wertvollen Inhaltsstoffe wie die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure, ohne es bei den Kalorien zu übertreiben. Am besten über den Tag verteilt: im Müsli, im Salat oder einfach pur als Snack.
In der Küche & besondere Spezialitäten
Sollte man die dünne braune Haut der Kerne mitessen?
Ja, unbedingt! In dieser dünnen Schalenhaut stecken bis zu 90 % der wertvollen Antioxidantien. Auch wenn sie manchmal leicht herb schmeckt, ist sie aus gesundheitlicher Sicht der wertvollste Teil des Kerns.
Kulinarik: Wie verarbeitet man Walnüsse am besten?
Um das Aroma zu intensivieren, kann man Walnüsse kurz ohne Fett in der Pfanne rösten. Walnüsse eignen sich hervorragend für Pesto oder Salate. Eine ganz besondere Delikatesse sind unsere Schwarzen Nüsse – nach alter Tradition in Sirup eingelegte grüne Walnüsse.
Setzen Sie den Nussknacker an der Naht an – der schmalen Kante, an der die beiden Schalenhälften zusammenstoßen – und üben Sie sanften, gleichmäßigen Druck aus, statt ruckartig zu drücken. So bleibt der Kern häufiger ganz. Keine Lust aufs Knacken? Wir knacken Ihre Nüsse gern maschinell für Sie.
Kaltgepresstes Walnussöl entfaltet sein feines, nussiges Aroma am besten kalt: über Salaten, Ofengemüse, Nudeln oder Desserts. Zum starken Anbraten ist es nicht geeignet, da hohe Hitze Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe zerstört. Kühl und dunkel lagern und nach dem Öffnen zügig verbrauchen.
Schwarze Nüsse sind eine alte Delikatesse: junge, noch grüne Walnüsse werden vor dem Verholzen der Schale geerntet und über Wochen in Sirup eingelegt. Dabei färben sie sich tiefschwarz und werden weich. Sie passen wunderbar zu Käse, Wild oder Dessert – ein echter „Trüffel aus Brandenburg".
Eine besondere Walnuss
Für Naschkatzen gibt es die Walnuss auch in ihrer wohl schönsten Form: umhüllt von feinster Schokolade. Ob Zartbitter, Vollmilch oder mit besonderen Gewürzen – diese Kombination vereint die gesunden Inhaltsstoffe der Nuss mit echtem Genuss. Unsere Auswahl finden Sie unter Schokoliertes & Knabberkram.
Die grüne Fruchthülle landet meist auf dem Kompost. Aus jungen, noch grünen Nüssen samt Hülle lassen sich aber Delikatessen wie Schwarze Nüsse oder Walnusslikör herstellen. Achtung: Die Hülle enthält Juglon und färbt Hände und Textilien stark braun – am besten mit Handschuhen arbeiten.
Gesundheit & Ernährung
Die vorliegenden Informationen dienen der allgemeinen Wissensvermittlung rund um die Walnuss und ersetzen keine medizinische Beratung.
Warum gelten Walnüsse als gesund?
Die Walnuss ist ein echtes Superfood. Sie hat unter allen Nüssen den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure), die wichtig für das Herz-Kreislauf-System sind und entzündungshemmend wirken. Zudem enthält sie reichlich Vitamin E, B-Vitamine, Magnesium, Zink und wertvolle Antioxidantien.
Walnüsse liefern reichlich Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Diese trägt zur Erhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass der regelmäßige Verzehr von Walnüssen (etwa 30 g täglich) die Elastizität der Blutgefäße unterstützen kann – am besten als Teil einer ausgewogenen Ernährung.
Walnüsse und ausgewogene Ernährung
Walnüsse haben einen niedrigen glykämischen Index und liefern ungesättigte Fettsäuren. Sie lassen sich gut in eine ausgewogene, bewusste Ernährung einbinden. (
Ja. Walnüsse gehören zu den besten pflanzlichen Quellen für die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure und liefern zugleich pflanzliches Eiweiß. Damit sind sie ein wertvoller Baustein in einer veganen oder vegetarischen Ernährung – zum Beispiel im Müsli, im Salat oder als Basis für Walnussmus.
Gut für das Gehirn
Wirkstoffe wie Lecithin und Vitamin B6 unterstützen die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Dies fördert die Konzentration während der Arbeit oder in der Schule.
Als Nährstofflieferant sind Walnüsse auch für Kinder wertvoll. Ganze Nüsse und Kernstücke sind für Kleinkinder unter etwa vier Jahren jedoch eine Verschluckungsgefahr – hier besser fein gemahlen, als Mus oder im Gebäck anbieten. Bei bekannter Nussallergie in der Familie vorab ärztlich abklären.
Abnehmen mit Walnüssen: Ein Widerspruch?
Walnüsse sind zwar kalorienreich, sättigen aber dank Ballaststoffen und Eiweiß gut und eignen sich daher als bewusster Snack im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung.
Einschlafhilfe: Was hat Melatonin damit zu tun?
Walnüsse enthalten von Natur aus kleine Mengen Melatonin und liefern die Aminosäure Tryptophan. Als leichter Snack am Abend sind sie eine wohlschmeckende Alternative zu Süßigkeiten.
Walnüsse zählen zu den Baumnüssen und können bei entsprechender Allergie Reaktionen auslösen. Wer eine Nussallergie hat, sollte auf unsere Produkte verzichten bzw. dies ärztlich abklären. Angaben zu Allergenen und möglichen Spuren finden Sie in der jeweiligen Artikelbeschreibung – fragen Sie im Zweifel gern bei uns nach.
Walnussblätter und Volksheilkunde
In der Volksheilkunde werden auch Walnussblätter geschätzt. Als Tee zubereitet können sie zusammenziehend und entzündungshemmend wirken, etwa bei leichten Hautproblemen.
Anbau, Ernte & Garten
Tipps für die Praxis
Die Erntezeit ist im September und Oktober. Ernten Sie nur Nüsse, die bereits von selbst gefallen sind. Wichtig ist das anschließende Trocknen: Breiten Sie die Nüsse einlagig aus und lassen Sie sie bei Zimmertemperatur 2 bis 4 Wochen trocknen. Wenden Sie die Nüsse regelmäßig. Beachten Sie, dass Walnüsse durch die Wasserabgabe fast die Hälfte an Gewicht verlieren.
Kann man Walnüsse, die von der Walnussfruchtfliege befallen sind, trotzdem nutzen?
Ja, in den meisten Fällen sind die Kerne völlig unbedenklich und essbar. Die Larven fressen sich nur durch die grüne Außenhülle. Da die harte Holzschale eine natürliche Barriere bildet, gelangen die Maden in der Regel nicht an den Kern. Solange der Kern beim Knacken hell aussieht, schmeckt die Nuss wie gewohnt.
Was ist das Besondere am Ernten und Trocknen bei Fliegenbefall?
Bei befallenen Nüssen ist der Aufwand deutlich höher:
- Sofortiges Reinigen: Die schwarzen Reste müssen unverzüglich entfernt werden, da Feuchtigkeit sonst durch die Schale dringen und Schimmel verursachen kann.
- Keine Lagerung mit Resten: Schwarze Hautreste sind der ideale Nährboden für Pilze.
- Erhöhte Schimmelgefahr: Befallene Nüsse müssen besonders schnell und luftig getrocknet werden.
- Entsorgung: Die Schalenreste im Hausmüll entsorgen, um eine erneute Ausbreitung im nächsten Jahr zu verhindern.
Unbedingt – ein Walnussbaum ist eine Investition in die Zukunft und schenkt über Jahrzehnte Schatten und Ernte. Wichtig sind die passende Sorte, ein sonniger Standort und genügend Platz. In unserer Baumschule beraten wir Sie zu veredelten Bäumen, die früher und zuverlässiger tragen als Sämlinge.
Dafür gibt es meist mehrere Gründe – und Juglon ist nur einer davon. Ein großer, alter Walnussbaum wirft viel Schatten, lässt im Herbst reichlich Laub fallen und entzieht dem Boden mit seinen weitreichenden Wurzeln viel Wasser und Nährstoffe. Diese Konkurrenz um Licht, Wasser und Platz ist häufig der eigentliche Hauptgrund, warum darunter wenig gedeiht. Hinzu kommt der Pflanzenstoff Juglon, den Walnussbäume über Blätter, Wurzeln und Fruchthüllen abgeben: Empfindliche Arten – etwa Tomaten und Kartoffeln, Rhododendron und Azaleen oder Heidelbeeren – kommen damit schlecht zurecht und reagieren mit Kümmerwuchs, Welke und Vergilben. Viele andere Pflanzen vertragen Juglon dagegen problemlos, zum Beispiel Bohnen, Rote Bete, Möhren, Zwiebeln und Kürbis sowie Funkien (Hosta), Farne und Taglilien. Bei der Sorten- und Standortwahl beraten wir Sie gern.
Quelle: Purdue HO-193 und Morton Arboretum – Listen toleranter Arten und empfindlicher Arten - The Morton Arboretum – Black Walnut Toxicity – Juglon schädigt Wurzelhaare, stört Atmung/Photosynthese und Wasseraufnahme; Symptome (Welke, Vergilben, Kümmerwuchs) - Purdue University Extension, HO-193 „Black Walnut Toxicity" – Standardreferenz zu Juglon-Wirkung inkl. Pflanzenlisten.)
Sicherheit & Haustiere
Walnüsse - Was ist bei Hunden zu beachten
Achtung bei Hunden: Die Kerne selbst sind meist okay, aber die grünen Hüllen oder alte, feuchte Nüsse am Boden können einen Schimmelpilz beherbergen, der das Gift Roquefortin C bildet. Dieses kann für Hunde lebensgefährlich sein.